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đŸŒČđŸȘžđŸ§ Was dich triggert, gehört zu dir – ĂŒber den Schatten, den wir vermeiden wollen

Es gibt diese Momente. Ein Satz, ein Blick, ein Verhalten – und plötzlich ist da etwas in uns, das viel grösser reagiert, als die Situation es eigentlich rechtfertigt. Wut. RĂŒckzug. Traurigkeit. Ohnmacht.

Wir sagen dann oft: „Der andere hat mich getriggert.“

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn niemand kann in uns etwas auslösen, das nicht bereits in uns angelegt ist.


Carl Gustav Jung nannte diesen verborgenen inneren Raum den Schatten. All jene Anteile von uns, die wir irgendwann weggeschoben haben, weil sie nicht gepasst haben. Weil sie zu viel waren. Zu sensibel. Zu wild. Zu schwach. Zu unbequem.

đŸ–€ Der Schatten ist nicht böse. Er ist ungeliebt.


🌿 Warum Trigger keine Feinde sind

Trigger sind keine Fehler im System. Sie sind Hinweise.

Sie zeigen uns genau dort hin, wo etwas in uns noch nicht integriert ist.

Wenn dich Dominanz triggert, liegt vielleicht deine eigene Kraft im Schatten.

Wenn dich BedĂŒrftigkeit triggert,liegt vielleicht deine eigene Verletzlichkeit verborgen.

Wenn dich Unverbindlichkeit triggert, wartet vielleicht dein Wunsch nach Tiefe darauf, anerkannt zu werden.

Wir projizieren diese Anteile nach aussen, weil wir gelernt haben, sie nicht leben zu dĂŒrfen.

Und genau deshalb begegnen sie uns immer wieder – in Menschen, in Situationen, im Leben selbst.


đŸŒČ Die Natur als ehrlicher Spiegel

Die Natur spielt dieses Spiel nicht mit. Sie projiziert nichts. Sie bewertet nichts.

Und genau deshalb wirkt sie so klar.

Ein umgestĂŒrzter Baum triggert unseren Kontrollverlust. Ein schlammiger Weg triggert unseren Widerstand. Dichter Nebel triggert unsere Angst vor dem Nichtwissen. Tiefe Stille triggert all das, was wir sonst mit Ablenkung ĂŒberdecken.

🍃 Die Natur erklĂ€rt uns nichts. Sie zeigt. Und sie hĂ€lt uns aus –auch mit unserem Schatten.


🧠 Schattenintegration nach C. G. Jung

Jung sagte sinngemÀss:

„Man wird nicht erleuchtet, indem man sich Lichtfiguren vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.“

Schattenintegration bedeutet nicht, alles gut zu finden oder alles auszuleben.

Es bedeutet:

  • hinzuschauen

  • anzuerkennen

  • zu integrieren

Nicht gegen uns. FĂŒr uns.

Denn was integriert ist, muss nicht mehr im Aussen bekÀmpft werden.

đŸŒ± Warum wir in Beziehungen suchen, was in uns fehlt

Oft glauben wir, wir suchen Liebe, Sicherheit oder Anerkennung im Aussen. Doch in Wahrheit suchen wir meist verlorene innere Anteile.

Der andere trĂ€gt sie stellvertretend fĂŒr uns. Solange, bis wir bereit sind, sie selbst zurĂŒckzuholen.

Deshalb sind Beziehungen so kraftvoll. Und manchmal so schmerzhaft.

Sie sind keine ZufÀlle. Sie sind Spiegel.


✹ Ein leiser Perspektivwechsel

Was wĂ€re, wenn dein grösster Trigger kein Hindernis ist – sondern ein Tor?

Was wÀre, wenn das Leben dich nicht Àrgern will, sondern vollstÀndiger machen?

Und was wÀre, wenn dein Schatten nicht dein Problem ist, sondern dein ungenutztes Potenzial?


🌿 Die Natur erinnert uns daran, dass nichts abgeschnitten werden muss, um ganz zu sein.

Alles darf dazugehören. Auch das Unbequeme. Auch das Verletzliche. Auch das, was lange keinen Platz hatte.

Wenn dich dieser Text berĂŒhrt oder triggert, dann nimm das als Einladung. Nicht zur Selbstoptimierung. Sondern zur Selbstbegegnung.

Denn dort, wo du aufhörst zu kĂ€mpfen, beginnt Integration. Und dort beginnt auch Freiheit. đŸŒČđŸ€

Der Schatten im Wald spiegelt den Schatten in uns
Der Schatten im Wald spiegelt den Schatten in uns

 
 
 

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